Phosphor

Wie wirkt Phospor in Tiernahrung?

In Verbindung mit Calcium steht häufig Phosphor, da beide Mineralstoffe den entscheidenden Baustein für Knochen und Zähne bilden. Verschiedene Phosphorverbindungen regulieren darüber hinaus im Körper auch eine Vielzahl an Funktionen im Stoffwechsel, darunter die Speicherung und Verwertung der Energie oder die Stoffumwandlungsprozesse. 

Gegenüber Calcium wird bei Phosphor kein kontrollierter Mechanismus des Ab- und Aufbaus vom Körper bewirkt. Er versucht lediglich, den Anteil auf einen bestimmten Mindestwert festzulegen. Es sorgt für die Wachstumsvorgänge und unterstützt die gesunden Funktionen des Körpers. Erst bei älteren Hunden sollte die Zufuhr von Phosphor reduziert werden, da ansonsten die Nieren zu stark belastet werden. 

Wirkung auf den Organismus
Die Bildung und Verstoffwechslung von Phosphor erfolgt im Körper über das Hormon Parathormon und durch Vitamin D. Während das Nebenschilddrüsenhormon das Element in den Knochen mobilisiert, sorgt Vitamin D für die Stabilisierung von Phosphor im Skelett. Die Absorption erfolgt im Magen-Darm-Trakt, wobei organische Säuren und Vitamin D diesen Vorgang fördern. In Verbindung mit Calcium sorgt Phosphor für die Festigkeit der Knochen und ist gleichzeitig auch ein wichtiger Baustein der Zellmembranen. Phosphor hat Anteil an der Energieverwertung und Gewinnung und ist Bestandteil der Erbsubstanz und deren Struktur. Genauso wirkt Phosphor als Puffer und stabilisiert den pH-Wert im Blut. Phosphor ist im Weichgewebe enthalten und für intermediäre Stoffwechselvorgänge verantwortlich, darunter für den Zwischenstoffwechsel und Auf- und Abbau körpereigener Produkte. Es dient auch beim Fetttransport und bei der Zellvermehrung. 

Natürliches Vorkommen
Im Tierorganismus kommt Phosphor etwa als eine Menge von 5 bis 8 Gramm vor, wobei 80 Prozent im Skelett gelagert ist. Die durchschnittliche Phosphorausnutzung des Körpers liegt zwischen 50 bis 60 Prozent, hängt jedoch auch von der Tierart, dem Alter und der Aktivität des Tieres ab. 

Unterschieden wird die Bindungsform des Phosphors. Die beste Verfügbarkeit für Tiere hat anorganischer Phosphor aus mineralischen Quellen. Etwa in der Mitte liegt die Verfügbarkeit bei organischem Nicht-Phytin-Phosphor aus Pflanzenteilen oder Milch. Die geringste Verfügbarkeit haben Ölsaaten und Getreide. 

Phosphor kommt in den Knochen von Säugetieren und in Mineralsalzen vor, z. B. in Phosphaten. Phosphor ist in Fleisch, Fisch, Milch und Getreide enthalten. 

Bedarf und Gesundheit 
Der Bedarf des Tieres hängt von seinem Alter und der Lebenslage ab. Phosphor und Calcium benötigten das richtige Verhältnis, wobei der Körper zwar keinen einheitlichen Auf- und Abbau von Phosphor vornimmt, jedoch ungünstige Werte ausgleichen kann, z. B. durch eine reduzierte Ausscheidung über die Niere. Das zeigt, dass ein zu hoher Anteil an Phosphor zu Nierenproblemen, Entzündungen und Nierensteinen führen kann. Auch verändert eine Überversorgung die Calciumaufnahme und Verarbeitung. Werden z. B. zu viele Innereien verfüttert, die viel Phosphor enthalten, kann die gestörte Calcium-Aufnahme zu Lahmheit, Knochenbrüchigkeit und Knochendeformationen führen. 

Hintergrund und Wissenswertes
Phosphor gehört im Periodensystem zur 5. Hauptgruppe und hat die Ordnungszahl 15. Als chemisches Element wird es mit „P“ gekennzeichnet und bedeutet „lichttragend“. Entdeckt wurde es 1669 von dem Apotheker Hennig Brand bei der Eindampfung von Urin und Erhitzung auf Sand, auf dem sich der Rückstand bildete und in der Dunkelheit leuchtete. Daher die griechische Bezeichnung. Brand war Alchimist und auf der Suche nach dem berüchtigten „Stein der Weisen“. Nach seiner Entdeckung des Stoffes war Phosphor lange nicht in Verwendung, höchstens als Leuchtstoff für Nachlampen. Dennoch regte Phosphor sogar Philosophen wie Gottfried Wilhelm Leibniz dazu an, über den „geheimnisvollen Lichtträger“ zu schreiben. 

Weiterführende Links:

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