Kaliumchlorid

Wie wirkt Kaliumchlorid im Tierfutter?

Neben den Spuren- und Mengenelementen kann Tierfutter auch bestimmte Mineralsalze und Mineralstoffverbindungen enthalten, die für die gesunde Ernährung des Tieres nicht immer notwendig sind oder auf die genauso ganz verzichtet werden kann. Lediglich bei Schwächen, Krankheiten oder Alterserscheinungen können einige Mineralsalze gute Dienste leisten. Dazu gehört Kaliumchlorid, ein Kaliumsalz, das z. B. auch in medizinischen Produkten oder isotonischen Getränken enthalten ist. Als Elektrolytfusion wird Kaliumchlorid z. B. bei Kammerflimmern verabreicht. In der Landwirtschaft wiederum dient es als Düngemittel, bei der Herstellung von Streichhölzern als Stoff im Zündhütchen. 

Kaliumchlorid wird mit E508 als Zusatzstoff angegeben und ist das Kaliumsalz der Salz- bzw. Chlorsäure. Bei der Herstellung von Lebensmitteln dient es vordergründig als Festigungsmittel und Geschmacksverstärker, ist entsprechend auch von der EU zugelassen. Die Angabe muss nicht immer als „Kaliumchlorid“ erfolgen, sondern kann auch einfach nur „Kalium“ oder „Chlorkalium“ lauten. Das Salz ist geruchs- und farblos, wasserlöslich und fungiert im Tierkörper als Elektrolyt. Damit ist es sowohl beim Menschen als auch beim Tier an der Homöostase beteiligt, sorgt entsprechend für das Erhalten die Balance des dynamischen Systems. Homöostatische Prozesse betreffen z. B. die Körperwärme und Thermoregulation oder den Blutzuckerspiegel. 

Wirkung auf den Organismus
Kaliumchlorid ist kristallförmig fest im Aggregatzustand, besteht als Molekül aus negativ geladenen Chlorid- und positiv geladenen Kalium-Teilchen. Als beigegebene Lösung in Getränken und im Futter unterstützt es den Elektrolythaushalt. Da die meisten osmotischen Stoffe Elektrolyte sind, darunter auch Kalium, fördert das Mineralsalz die Balance des Wasser-Elektrolyt-Haushalts. In Verbindung mit Glukose oder Harnstoff trägt Kaliumchlorid zur Homöostase bei. 

Da der Mineralstoff Kalium bereits eine wichtige Funktion für die Zellen und Nerven erfüllt, tragen auch die in dem Mineralsalz enthaltenen Kaliumionen durch ihre positive Ladung zum elektrischen Gleichgewicht aller Zellen bei und halten den osmotischen Druck aufrecht. Sinnvoll ist Kaliumchlorid bei einem deutlichen Kaliummangel und kann den Kalium-Speicher schnell wieder auffüllen. Ein Kaliummangel verursacht u. a. Herzrhythmusstörungen und Flimmern. Kaliumchlorid enthalten auch manche Zahncremes, da es nicht nur der Reinigung der Zähne dient, sondern auch Schmerzen lindern kann. 

Das ist bei schmerzempfindlichen Zähnen sinnvoll, für Hunde und Katzen jedoch weniger interessant. Der Tierbesitzer kann darauf achten, dass Trocken- und Nassfutter den üblichen Mineralstoffanteil enthält und weniger die Mineralsalzverbindungen. Kaliumchlorid kann im Ergänzungs- und Fertigfutter vorkommen, ist auch Teil der Schüßler Salze. 

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter