Jod

Weshalb ist Jod im Tierfutter?

Das Spurenelement Jod (auch Iod genannt) gehört zu den unentbehrlichen für den Organismus von Menschen und Tieren. Da es nicht vom Körper hergestellt wird, muss es über die Nahrung aufgenommen und verdaut werden. Es reguliert die Schilddrüsenfunktion und hilft bei der Bildung der Schilddrüsenhormone. Schon frühzeitig stellt sich der Organismus auf die Zufuhr von Iod ein. Es ist an der Verstoffwechlsung von Proteinen, Fetten und Kohlehydraten beteiligt und beeinflusst auch die Regulierung der Körperwärme und Temperatur. 

Natürliches Vorkommen
Beim Hund ist Jod Bestandteil in den Hormonen und in der Schilddrüse zu finden und wird über die Niere ausgeschieden. Wichtige natürliche Quellen von Iod in Lebensmitteln bieten Seefische und Algen, reines Meersalz, Milch, Fleisch, Wurst und Eier. In Pflanzen kommt wenig Jod vor, mit Ausnahmen von Süßwasseralgen, Efeu, Brunnenkresse oder Thymian. 

Wirkung auf den Organismus
Aufgenommen wird das Spurenelement Iod als anorganische Verbindung Iodid oder als organisch gebundene Substanz über die Nahrung. Verarbeitet wird Jod über den Dünndarm und gelangt mittels eines aktiven Mechanismus‘ durch die Schleimhäute ins Blut und in die Schilddrüse. Dort wird die Iodverbindung gespalten und als die Hormone Triiodhyronin und Thyroxin freigesetzt. 

Wichtige Funktionen hat Iod besonders in Hinblick auf die Bildung dieser Hormone und für den Stoffwechselvorgang. Beeinflusst werden der Knochenstoffwechsel, der Protein-, Kohlenhydrate- und Fett-Stoffwechsel, der Grundumsatz in der Schilddrüse und die Steuerung von Muskulatur und Nervensystem. Auch auf den Sauerstoffverbrauch hat Iod eine Wirkung, damit auch auf Körpertemperatur und Blutdruck. 

Bedarf und Gesundheit 
Jod muss laut Futtermittelgesetz in der Menge angegeben werden und ist in bestimmten Verbindungen zugelassen. In Hundefuttermitteln / Tierfutter ist Iod als Kalziumjodat enthalten und zugesetzt, wobei die Bedarfsdeckung von der Bioverfügbarkeit abhängig ist. Je höher das Körpergewicht des Tieres ist, desto mehr nimmt der Bedarf an Jod ab. Der Bedarf für Hunde, der empfohlen wird, beträgt lediglich 0,015 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem 10 Kilogramm schweren Hund ist das eine Tagesmenge von 0,15 Milligramm. Für Welpen, wachsende Hunde und laktierende Tiere kann die Menge erhöht werden und 0,025 Milligramm betragen. 

Ein Jodmangel kann nur dann auftreten, wenn ausschließlich eine Fleischfütterung erfolgt. Dann kann es zu verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen, einer Gewichtszunahme, einer Kropfbildung und zu Fellproblemen kommen. Tiere sind dann auch leistungsschwächer und weisen einen reduzierten Appetit auf. Der Grundumsatz in der Schilddrüse wird verlangsamt, so dass auch der Blutdruck niedriger ist. Eine Überdosierung ist für Hunde und Katzen nicht so tragisch. Eine akute Vergiftung kann nur dann auftreten, wenn das Tier beispielsweise eine Jod enthaltene Salbe ableckt.

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter