Kupfersulfat

Was macht Kupfersulfat im Tierfutter?

Die Inhaltsstoffe im Tierfutter sollte jeder Hunde- und Katzenhalter und Tierliebhaber genau studieren, damit das Haustier wertvolle Nährstoffe erhält und in seiner Gesundheit und Aktivität unterstützt wird. Der Zusatzstoff Kupfersulfat im Tierfutter ist zwar von der EU zugelassen und darum auch in verschiedenen Futtermitteln enthalten,wird aber als Beigabe kontrovers diskutiert. 

Kupfersulfat dient vor allen Dingen als Ersatz für Kupfer oder für Kupferoxid. Kupfersulfat kann auch in Vitamin-Mineralstoffmischungen für Hund und Katze enthalten sein und dann günstig gegen Beschwerden wirken. Gesunde Tiere jedoch können darauf verzichten. 

Leider bilden die meisten synthetischen Zusatz- und Konservierungsstoffe immer auch ein gewisses Risiko. Am günstigsten sind Nass- und Trockenfutter, die auf solche Beigaben ganz verzichten. Das betrifft nicht nur synthetische Stoffe, sondern auch übertrieben hoch dosierte Nährstoffe und Mineralien, die das Tier nicht benötigt oder die sogar eine gegenteilige Wirkung haben. Ein gesundes Tier weist selten einen Kupfermangel auf und benötigt das Mineralsalz dann auch nicht als Zusatzstoff oder als chemische Verbindung im normalen Tierfutter. 

Kupfersulfat ist das Kupfersalz der Schwefelsäure und ist Teil der Sulfate-Gruppe. Es kommt in sulfidischen Kupfererzen und faserig körnigen Aggregaten vor. Die wasserfreie Form ist nur als Hydrate und seltenen Mineralien zu finden. Daher wird Kupfersulfid vor allen Dingen chemisch gewonnen, z. B. aus Schwefelsäure und Kupferhydroxid. 

Da Kupfersulfat bei einem Menschen einen starken Brechreiz erzielt, wird es häufig als Brechmittel verwendet. In Gewässern und für Mikroorganismen hat Kupfersulfat eine schädliche Wirkung. In der Tiermedizin dient es zur Behandlung bei Klauenerkrankungen von Schafen oder als Allheilmittel für Zierfische. Es wirkt desinfizierend und ist bei der äußerlichen Wundbehandlung hilfreich. 

Kupferverbindungen im Futtermittel dienen meistens als Konservierungsstoffe, ähnlich wie Ameisen- oder Zitronensäure. Sie sollen verhindern, dass sich im Futter Schimmel, Bakterien oder Mykosen bilden. Solche Beigaben können aber die Darmschleimhaut der Tiere belasten und toxisch auf den Stoffwechsel wirken. Kupfer als Spurenelement ist bereits in sehr feiner Überdosierung zellschädigend, kann auch Verdauungsbeschwerden oder sogar eine eingeschränkte Fortpflanzung bewirken. Der Ersatz durch Kupferverbindungen ist daher nicht zu empfehlen, es sei denn in sehr geringer Menge oder als Kupferkarbonat, einer natürlichen Form von Kupfer. 

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter