Kupfer

Warum ist Kupfer in Tiernahrung?

Das Spurenelement Kupfer hat verschiedene Aufgaben und ist in Verbindung mit Eisen an der Blutbildung beteiligt. Das betrifft das Hämoglobin und die Bildung roter Blutkörperchen. Darüber hinaus hat Kupfer auch eine antianämische Wirkung und dient der Pigmentierung von Haut, Haar und Fell. 

Als Spurenelement kommt es im Tierfutter nur in sehr geringer Menge vor, bleibt aber für das Tier und seinen Organismus lebensnotwendig wie andere Spurenelemente. Für die Aufnahme von Eisen ist Kupfer unabdingbar und unterstützt den Transport zu den Zentren der Blutbildung. Eine günstige Wirkung hat Kupfer auch auf die Kollagenbildung und fördert die Festigkeit von Knochen, Sehnen und Gefäßwänden. 

Natürliches Vorkommen 
Die Speicherung von Kupfer findet in der Leber statt, zieht aber keine großartigen Beeinträchtigungen für das Tier nach sich. Abhängig ist das allerdings von der Rasse. Einige weisen einen genetisch bedingten Defekt auf, der dazu führen kann, dass Kupfer länger in der Leber gespeichert wird, wodurch diese sich auch verändern kann. Das betrifft allerdings nur sehr wenige Rassen. 

Das Spurenelement wird über ein Transportsystem vom Dünndarm in die Zellen weitergeleitet. In Lebensmitteln ist Kupfer häufig enthalten, z. B. in verschiedenen Fleischsorten wie Schweine-, Enten- und Lammfleisch, in Nieren und Leber oder in proteinhaltigen Nüssen, Keimen und Saaten, z. B. Soja oder Erbsen. In der Verwertbarkeit gibt es Unterschiede, gerade in Hinblick auf bestimmte Kupferverbindungen. Das Spurenelement wird über den Darm ausgeschieden und geringfügig auch über die Niere. 

Wirkung auf den Organismus 
Kupfer ist ein Bestandteil von Fermenten und an der Pigmentbildung und der Ausbildung des Skeletts beteiligt. Es fördert das Wachstum des Fells und steht oftmals in Verbindung mit anderen Elementen, die es günstig beeinflusst. Neben Eisen gehören dazu Sulfate, Calcium oder Zink. Durch Kupfer und Eisen sinkt u. a. die Hämoglobinbildung, während Kupfer die Vernetzung der Elastin- und Kollagensynthese unterstützt. 

Bedarf und Gesundheit 
Kupfer in Futtermitteln darf nur einen bestimmten Höchstgehalt erreichen, da ein zu hoher Gehalt auch toxisch auf das Tier wirken kann. Der eigentliche Bedarf beim Hund hängt vom Körpergewicht ab, kann dann etwa 0,1 bis 0,2 Milligramm betragen. Dieser Anteil wird mit der normalen Ernährung gedeckt, so dass Ergänzungsmittel nicht notwendig sind. Dagegen ist die Fütterung mit rohem Fleisch für viele Hunde häufig ungünstig und kann einen Mangel an Kupfer hervorrufen. Das passiert auch dann, wenn Nahrungsmittel einen Überschuss an anderen Spurenelementen enthalten. 

Zu wenig Kupfer kann Veränderungen am Fell und an der Haut hervorrufen, z. B. ein frühzeitiges Ergrauen der Haare, besonders um Nase und Augen herum. Auch Anämien können die Folge sein oder die Kollagenbildung gestört werden. Kupfer wirkt besonders günstig in Verbindung mit Eisen und ist ein aktiver Stoff von zahlreichen Enzymen, die z. B. die Zelloxidation bestimmen. 

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter