Calcium

Für was ist Calcium im Hundefutter wichtig?

Calcium ist vor allen Dingen wichtig für Knochen und Zähne, fördert den Skelettwachstum, den Aufbau der Knochen und Sehnen, stärkt aber auch die Nervenleitungen und dient der Blutgerinnung. Im Hundefutter ist Calcium immer enthalten, da es an einer großen Anzahl physiologischer Prozesse beteiligt ist. Meistens bestimmt das Verhältnis aus Calcium und Phosphor die eigentliche Versorgung, die auf die Eigenschaften und das Alter des Tieres abgestimmt werden muss. Das Verhältnis von Calcium zu Phosphor ist meistens 2 zu 1, kann aber in anderen Lebensphasen auch kleiner werden und bis zu 1,2 zu 1 reichen. In Verbindung mit Magnesium wiederum steuert Calcium die Funktionen der Nerven und Nervenleitungen. 

Wirkung auf den Organismus
Calcium ist in erster Linie ein wichtiges Mineralsalz für Knochen, Zähne, Zellen, Muskeln und Nerven. Es fördert die Muskelkontraktion und die Erregung der Nervenfunktionen. Auch unterstützt es den Aufbau der Zellen und die Blutgerinnung. 

Wird Calcium über das Tierfutter aufgenommen, gelangt es sehr schnell in die Blutbahn. Im Körper wird immer ein ganz bestimmter Calcium-Spiegel aufrechterhalten, ein Vorgang, der durch die Hormone der Schilddrüse und Nebenschilddrüse erfolgt. Das Sinken des Calcium-Spiegels bemerkt der Organismus sehr schnell, bildet dann Parathormon, das den Abbau von Calcium im Skelett anregt und das Gleichgewicht wieder herstellt, genauso auch die Ausscheidung von Calcium über die Nieren beeinflusst. Für einen zu hohen Calcium-Spiegel hat der Körper die Möglichkeit, Kalzitonin auszuschütten, das die Einlagerung im Skelett anregt und den Blutspiegel senkt. Calcium ist nichts anderes als das Mineralsalz oder „Zement“ der Knochen. Es ist darüber hinaus an der Informationsübertragung zwischen den Nervenleitungen beteiligt. Die Zufuhr stärkt Knochen, Skelett und Zähne, die Zellmembranen und Gewebestruktur. 

Natürliches Vorkommen
Calcium wird während des Wachstums des Tieres komplett in den Knochen gespeichert und eingelagert. Calcium kommt auch zu einem sehr geringen Anteil in den Zellen vor, um die Zellenstabilität zu gewährleisten und die Blutgerinnung zu unterstützen. Wann immer Calcium vom Körper benötigt wird, kann es verbraucht oder neu eingelagert werden, wird dann auch über die Tiernahrung zugeführt. 

Im Hundekörper ist Calcium fast zu 98 Prozent im Skelett und in den Zähnen enthalten. Das entspricht etwa 10 bis 15 Gramm. In Verbindung mit Phosphor bewirkt das Mengenelement die Festigkeit und Stabilität. 

Natürliche Quellen von Calcium als Mineralsalz sind Kreide und Verbindungen wie Kalziumphosphat. Calcium kommt auch im tierischen Gewebe vor oder in Eierschalenpulver. In Futtermitteln ist es z. B. in Getreide und Gemüse, in Rüben, Trockenschnitzel oder Mais enthalten. 

Bedarf und Gesundheit:
Für Hunde ist die Aufnahme von Calcium über tierisches Gewebe besser als über pflanzliches Gewebe. In vielen Fleischsorten ist sowohl Phosphor als auch Calcium enthalten, meistens in den Innereien. Die Zufuhr wird auf das Tier abgestimmt und kann bei der Rohfütterung auch durch gemahlene Eierschalen, Knochen oder durch Calciumcitrat ergänzt werden. Welpen und wachsende Hunde benötigen nicht mehr Calcium, sondern die Calcium-Phosphor-Versorgung im richtigen Verhältnis. Beim ausgewachsenen Hund bedient sich der Körper am eigenen Calciumdepot, um die Knochenaufbau- und die Knochenabbauvorgänge zu regulieren. 

Während der Wachstumsphase erfolgt in den Knochen eine Mineralisierung und Speicherung. Knorpel werden aufgebaut und durch Knochenstruktur ersetzt. Calciumphosphat wird kristallisiert und in den Fasern der Kollagen eingelagert. Das bewirkt bei Welpen dann die Stützfestigkeit der Knochen, die nach und nach aufgebaut wird. Der Knochen wächst und formt sich, das Knochengewebe muss entsprechend wieder abgetragen werden. 

Da der Vorgang ganz natürlich im Tierkörper stattfindet, muss ein junger Hund nicht mit einer erhöhten Zufuhr an Calcium versorgt werden, sondern lediglich das Verhältnis der Mengenelemente stimmen. Eine erhöhte Calcium-Zufuhr würde die Ausschüttung von Calcitonin bewirken, das den Abbau verhindert. Statt dass die Knochen dann in der richtigen Form wachsen, werden sie deformiert. Medizinisch finden sich solche Deformierungen bei Jungtieren als Wachstumsfugen. Darüber hinaus kann es zu Verkalkungen und Ablagerungen kommen, u. a. in Haut, Nieren und Lunge. Zu viel Calcium beeinträchtigt auch die Aufnahme der Spurenelemente, was wiederum zu Störungen im Nerven- und Immunsystem führt, die Wundheilung verschlechtert oder Blutarmut und Haarausfall nach sich zieht. 

Enthält die Tiernahrung zu wenig Calcium (Calciummangel) kann es in Verbindung mit fehlendem Vitamin D zur Knochenweiche kommen. Ebenso kann das gesamte Knochensystem entmineralisiert werden. Störungen treten dann beim Wachstum und im intermediären Stoffwechsel auf. Der tägliche Bedarf schwankt zwischen 50 bis 100 Milligramm pro Körpergewicht. 

Hintergrund und Wissenswertes
Schon bei den alten Römern war Calcium bekannt und bezeichnete ganz einfach Kreide, Kalkstein und aus Kalk gebaute Möbel. Das eigentliche Element wurde zum ersten Mal durch den Chemiker Humphry Davy 1808 durch Abdampfen von Quecksilber aus Calciumamalgam gewonnen. Calcium hat im Periodensystem die Bezeichnung „ Ca“ und die Ordnungszahl 20. Es gehört zu der 2. Hauptgruppe und zählt zu den Erdalkalimetallen. 

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter